Die Automobile Porsche und Škoda

Das Wort Automobil ist im 19. Jahrhundert durch die Verbindung der lateinischen Begriffe Autos und Mobilis entstanden - selbstbeweglich. Zu den Pionieren der Automobilindustrie gehören Václav Laurin und Ferdinand Porsche gleichermaßen - jeder hat nur unter anderen Bedingungen gearbeitet.

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Václav Laurin wurde 1865 in Kamen geboren. In Mladá Boleslav hat er Schlosser
gelernt.

Ferdinand Porsche wurde 1875 nur 20 km entfernt von Kamen geboren — in Vratislavice (Maffersdorf). In Mladá Boleslav besuchte er Abendkurse in Elektrotechnik an der „k.u.k. Staatsgewerbeschule“ in Liberec (Reichenberg). Beide haben die Stadt mit 18 Jahren verlassen.

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Ferdinand Porsche geht zum Arbeiten nach Wien und bereits im Jahr 1900 präsentiert er für Österreich-Ungarn sein Elektromobil Lohner-Porsche auf der Weltausstellung in Paris. Im selben Jahr präsentiert er auch das historisch erste Hybridauto Semper Vivus. 1923 wird er technischer Direktor und Vorstandsmitglied bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft in Stuttgart.  Nachdem er sich mit der Unternehmensleitung wegen der Finanzen überworfen hatte, verlässt er das Unternehmen und gründet 1931 seine eigene Firma – die Dr. Ing. h. c. F. Porsche GmbH. Im Jahr 1934 erhält er vom Reichsverband der deutschen Automobilindustrie RDA den Auftrag, ein „Auto für die Massen“ zu konstruieren. Dies war die Geburtsstunde für den Volkswagen VW, der später Käfer genannt wurde.

Das Wort Automobil ist im 19. Jahrhundert durch die Verbindung der lateinischen Begriffe Autos und Mobilis entstanden – selbstbeweglich. Zu den Pionieren der Automobilindustrie gehören Václav Laurin und Ferdinand Porsche gleichermaßen – jeder hat nur unter anderen Bedingungen gearbeitet.

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Václav Laurin geht nach Dresden, wo er mit einem deutschen Partner eine Werkstatt zur Reifenherstellung eröffnet. Nachdem sich die beiden Partner wegen Streitigkeiten getrennt hatten, kehrt er zurück nach Mladá Boleslav und gründet mit Václav Klement die Firma Klement und Laurin K&L. Zuerst zur Reifenherstellung und im Jahr 1899 präsentieren sie der Öffentlichkeit das erste tschechische Motorrad. Im Jahr 1905 beginnen sie mit dem Automobilbau zum konkurrenzlosen Preis von 3.600,- Kronen und das Unternehmen entwickelt sich bald zum größten Autobauer in Österreich-Ungarn. Während des Ersten Weltkriegs wurden in der Firma K&L Waffen und Munition für das Heer produziert. Nachdem das Gelände von einem vernichtenden Brand erfasst wurde, gerät die Firma K&L in existenzielle Schwierigkeiten und 1925 wird die Firma an den Škoda-Konzern verkauft.

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Während des Zweiten Weltkriegs werden bei Ferdinand Porsche Militärfahrzeuge produziert. Er gerät jedoch in finanzielle Probleme. Seinem Ruf nach dem Krieg ist weder die Zusammenarbeit mit Hitler noch die lang andauernden Rechtsstreite bezüglich des erfolgreichen Autos VW Käfer förderlich. Bei der Konstruktion geht die Firma  u.a. vom Entwurf von Hans Ledwinka, dem Chefkonstrukteur des Tatras aus Kopřivnice aus. Lange Zeit wurden Rechtsstreite geführt. Sie fanden erst 1960 ein Ende, wo Porsche drei Millionen Mark Entschädigung an Tatra zahlen musste.

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Heute gehören beide Automobilfirmen, Porsche sowie auch Škoda, zum deutschen Volkswagen-Konzern VW.

Text Danuše Siering

27. 11. 2018

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